Rumänienhilfe: Verteilung von Hilfsgütern im Gebetsraum des Pastorenhauses am Ende einer Schotterstraße

Verteilung der Hilfsgüter in Rumänien in einer Romasiedlung (2020)
Im Maltesermagazin zum Jubiläumsjahr unseres Auslandsdienstes berichtet Martina von ihrem Sommereinsatz (2017) im Armendorf.

HIlfe, die ankommt. So sagen wir es in unserem Auslandsdienst. Seit einigen Jahren haben wir Kontakt zur einer Christengemeinde, die abseits der Hauptstraßen und Touristenrouten zu Hause ist.

+++ Liebe Leute! In der Zeit der Coronapandemie sind auch unsere Aktionen und Einsätze im gewohnten Umfang nicht möglich. Informieren Sie sich tagesaktuell unter Mobil. 0151 11095811 #bleibensiegesund 5/2002 +++

Die Gemeindeglieder dieser Pfingstgemeinde sind hauptsächlich Roma, Familien, die von geringer Sozialhilfe und Tagelohn leben, dazu meist kinderreich sind. Hier ist jede Hilfe willkommen und wird benötigt.

Bei den beiden ersten Hilfstransporten aus Kassel im Sommer und Winter des Jahres 2015 wurden die Hilfsgüter mit zwei Kleinbussen von Agnetheln nach Vilcele gefahren. Es handelte sich um gebrauchte Kleidung, Lebensmittel und Weihnachtspäckchen für Kinder.
Bei den folgenden Transporten im Jahr 2016 ergab sich die Möglichkeit, dass die Sachen von den Empfängern aus Vilcele abgeholt wurden. Ein Mann aus der Gemeinde hatte sich einen kleinen Lieferwagen anschaffen können. Die Spritkosten wurden jeweils erstattet.
So konnte zum einen in der Kirchengemeinde Agnetheln Entlastung geschaffen werden, zum Anderen die Benzinkosten für das zweite Fahrzeug gespart werden.
In den Jahren 2017 und 2019/2020 war unsere Auslandshelferin selbst vor Ort.

Hintergrund:

Der Ort Vilcele macht auf den ersten Blick einen sehr gepflegten Eindruck für den Besucher. Freundliche Häuser und Parkanlagen entlang der Hauptstraße die sich entlang des Ufers eines Baches durch hügeliges Gelände dahinschlängelt, ein sehr gepflegter Rathausplatz und ein altes Kurgebäude bestimmen das Bild des Ortes.
Sucht man hingegen die freikirchliche Gemeinde, die die Empfängerin der Hilfsgüter ist, so findet man das Haus des Pastors mit dem angeschlossenen Gebetsraum am Ende einer Schotterstraße auf einem Hügel links der Hauptstraße des Ortes. Auch hier sind die Häuser gepflegt, obwohl man unschwer erkennen kann, dass die Bewohner dieses Ortsviertels nicht zu den Reichen und Wohlhabenden gehören.
"Gebetshaus und Pastorenwohnung sind tadellos in Schuss und sehr gepflegt", schreibt unsere Auslandshelferin in ihrem Bericht.
Nach dem Tod von Pastor Florea (verstorben 2018) organisieren seine Ehefrau Veta und die gemeinsame Tochter weiterhin die Verteilung der Hilfsgüter, auch weiter in benachbarte Gemeinden in den Armendörfern, die im Land nicht selten sind. 
Wir sind dankbar für Ihre Spende!

 

Danke für Ihre Hilfe!