Feierlicher Neujahrsempfang

Wilfried Wanjek am Mikrofon
Wilfried Wanjek, Leiter des Malteser Hospizzentrums Fulda
Eine Person übergibt etwas an eine andere
Übergabe an alle neuen Ehrenamtlichen
Gruppenbild aller neuen Ehrenamtlichen
Gruppenbild aller neuen Ehrenamtlichen

Fulda. 82 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Malteser Hospiz-Zentrums Fulda sind im Januar zur traditionellen Neujahrsfeier auf dem Frauenberg zusammengekommen. Der gemeinsame Auftakt war ein Wortgottesdienst in der Klosterkirche mit Pater Cornelius OFM unter dem Leitwort der Dankbarkeit.

Im Rahmen der Feier wurden die neu qualifizierten Ehrenamtlichen in den Dienst aufgenommen: Neun von ihnen verstärken künftig die Hospizarbeit in Fulda, 13 engagieren sich im Raum Schlüchtern, eine weitere Helferin im Kinderhospizdienst Main-Kinzig-Kreis. Zwei neue Trauerbegleiter schlossen zudem ihre 80 Unterrichtseinheiten umfassende Ausbildung ab. Ein weiterer Begleiter ergänzte seine Qualifizierung mit einem Aufbaumodul über weitere 160 Unterrichtseinheiten für die Begleitung in Situationen erschwerter Trauer.

Die neuen Ehrenamtlichen brachten während der Feier ihre Dankbarkeit für die intensive Ausbildungszeit und die Begleitung durch die erfahrenen Kursleiterinnen zum Ausdruck. Die Qualifizierungskurse wurden in Fulda und Schlüchtern durchgeführt.

Wilfried Wanjek, Leiter der Malteser Hospizdienste und der Trauerbegleitung, dankte den neuen Ehrenamtlichen für ihre Bereitschaft zum Engagement: „Unsere Dienste werden durch viele neue Menschen bereichert, die ihre Lebenserfahrung, Kreativität und große Motivation einbringen. Sie begleiten schwerkranke und sterbende Menschen im häuslichen Umfeld, in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern sowie im stationären Hospiz St. Elisabeth in Fulda.“

Zugleich betonte Wanjek die besondere gesellschaftliche Bedeutung der Hospizarbeit: „Hospizarbeit baut Brücken – zwischen Menschen, Kulturen und unterschiedlichen Lebenshaltungen. Sie ist damit auch Friedensarbeit. Gerade in einer Zeit, in der unsere Gesellschaft solche Zeichen dringend braucht, ist dieser stille Dienst von unschätzbarem Wert – auch wenn er oft im Verborgenen geschieht.“

Mit dem aktuellen Qualifizierungskurs wurde zudem die sprachliche und kulturelle Vielfalt im Dienst erweitert. Begleitungen sind nun auch in polnischer, persischer, russischer, ukrainischer, französischer und englischer Sprache möglich.

Beim anschließenden Beisammensein im Café Flora auf dem Frauenberg klang die Feier in gemeinschaftlicher Atmosphäre aus.

 

Info:

Die Ausbildung der Hospizhelferinnen und Hospizhelfer umfasst 100 Unterrichtseinheiten. Neben fachlichen Inhalten steht dabei vor allem die persönliche Auseinandersetzung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden reflektieren eigene Erfahrungen und üben eine Haltung der Achtsamkeit und Wertschätzung ein. Ziel ist es, Menschen unabhängig von Religion, Kultur und Weltanschauung respektvoll und zugewandt zu begleiten.

 

Fotos: Marzena Seidel/Malteser