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Malteser Fulda

Erstes Malteser Migranten Baby im Klinikum Fulda auf die Welt gekommen

17.01.2013
Fetane A. mit ihrer neugeborenen Tochter Astred, dem Team der Malteser Migranten Medizin und den behandelnden Ärzten und Schwestern des Klinikums Fulda.

Sie wiegt 3620g, ist 52 cm groß und heißt Astred. Per Kaiserschnitt holten die Ärzte des Klinikums Fulda das Mädchen Anfang des Jahres auf die Welt. Ihre Mutter, Fetane A., wendete sich im Dezember an die Malteser Migranten Medizin (MMM) in Fulda. Sie lebt seit Kurzem in Deutschland, besitzt keine Krankenversicherung und spricht kaum Deutsch. Gemeinsam mit dem Klinikum Fulda und einer ehrenamtlichen Dolmetscherin konnte das MMM-Team der schwangeren Frau helfen.

Die junge Bulgarin war verzweifelt, als sie im Dezember in die Sprechstunde der Malteser Migranten Medizin nach Fulda kam. Sie war bereits im 9. Monat schwanger, ohne Krankenversicherung und bisher ohne Aussicht auf eine medizinische Behandlung. Über die Medien erfuhr sie vom neuen Dienst der Malteser und suchte dort Hilfe. „Wir ließen zunächst ihren allgemeinen Gesundheitszustand von unserer ehrenamtlichen MMM-Ärztin Dr. Erika Sippel untersuchen. Aber die Schwangere brauchte natürlich dringend eine gynäkologische Weiterbehandlung, um den Gesundheitszustand des Kindes und den genauen Geburtstermin bestimmen zu können. Auch die Entbindungssituation musste schnell geklärt werden“, erzählt Karin Uffelmann, ehrenamtliche Projektleiterin der Malteser Migranten Medizin in Fulda. Der Vorstandssprecher des Klinikums Fulda, Priv. - Doz. Dr. Thomas Menzel, sagte MMM sofort eine umfassende Unterstützung des Klinikums Fulda zu. „Hier ging es um die Gesundheit und das Leben eines ungeborenen Kindes. Da ist es für uns selbstverständlich, dass wir dem Team der Malteser Migranten Medizin schnell und unkompliziert helfen“, so PD Dr. Menzel. Der Chefarzt der Frauenklinik des Klinikums Fulda, Priv. - Doz. Dr. Thomas Hawighorst, nahm die junge Frau sofort als Patientin in die Schwangerenbetreuung auf und Oberarzt Dr. Werner Stein führte weitere notwendige Untersuchungen durch.

Für die Zeit bis zur Geburt nahm die ehrenamtlichen Dolmetscherin Hülya Özger die Bulgarin bei sich zu Hause in Fulda auf. Gemeinsam mit dem MMM-Team stand sie Fetane A. zur Seite, half Sprachbarrieren zu überwinden und Vertrauen aufzubauen. Und so war sie es dann auch, die die Schwangere ins Klinikum Fulda fuhr, als die Wehen mitten in der Nacht einsetzten.
Doch durch Komplikationen im Geburtsverlauf musste das Kind per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden. „Die Herztöne des Kindes wurden unter den Wehen immer schlechter. Gut, dass sich die Patientin in einer Klinik befunden hat, in der die Teams der Frauenklinik und der Kinderklinik eng zusammenarbeiten. Ich möchte mir nicht vorstellen, was es für die Gesundheit des Kindes bedeutet hätte, wenn sie aus Angst wegen des fehlenden Versicherungsschutzes keinen Arzt aufgesucht hätte“, so Chefarzt PD Dr. Hawighorst weiter.

Die kleine Astred und ihre Mutter sind wohlauf und sehen nun positiv in die Zukunft. Nicht nur die anstehenden U-Untersuchungen für das Baby sind dank dem Klinikum Fulda gesichert. Auch besteht eine gute Chance für die junge Frau und das Baby auf baldigen, geregelten Versicherungsschutz. Entsprechende Beratungsstellen hat die MMM-Projektleiterin Karin Uffelmann bereits eingebunden. „An unserer Patientin Fetane A. wird deutlich, wie komplex die Arbeit bei MMM ist. Es geht eben nicht nur um Verband anlegen oder Pflaster kleben, sondern um lebensnotwendige medizinische Hilfe für Menschen in akuten Notsituationen. Wir sind dem Klinikum Fulda und Hülya Özger für ihre Hilfe unendlich dankbar“, betont Karin Uffelmann.

Spendenkonto für den ehrenamtlichen Dienst „Malteser Migranten Medizin Fulda“ :

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Kontonr.: 88888
BLZ: 53050180
Stichwort: MMM Fulda

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