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Malteser Fulda

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege – Malteser fordern: „Unternehmen sollten Mitarbeiter mehr unterstützen“

Internationaler Tag der Pflege am 12. Mai

09.05.2012
Entlastungsdienst für pflegende Angehörige
Entlastungsdienst für pflegende Angehörige

Betriebskindergärten, flexible Arbeitszeiten und Heimarbeit: Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren viel einfallen lassen, damit Arbeitnehmer Job und Kinder unten einen Hut bringen können. „Aber Vereinbarkeit von Beruf und Familie bedeutet auch, Mitarbeiter zu unterstützen, die einen kranken oder alten Angehörigen pflegen“, sagt Inga Reith, von den Maltesern in Fulda. Die Malteser möchten am Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai auf die Probleme von pflegenden Arbeitnehmern aufmerksam machen.

Laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kümmert sich bereits jeder zehnte Mitarbeiter zwischen 25 und 49 Jahre um einen pflegebedürftigen Angehörigen. Angesichts des demographischen Wandels wird diese Zahl in den kommenden Jahren deutlich steigen. „Wir erhalten immer mehr Anfragen nach Unterstützung von Frauen und Männern, die ihre demenzkranken Eltern oder Großeltern zuhause nicht alleine lassen können, aber arbeiten gehen müssen, weil sie das Geld zum Leben benötigen“, sagt Reith. Viele Pflegende würde die Doppelbelastung Beruf und Pflege psychisch und körperlich krank machen: Sie gehen arbeiten, kommen nach Hause und sind sofort für ihren Angehörigen da. „Wer einen Demenzkranken betreut, hat oft nicht einmal eine Stunde am Tag, um die Beine hochzulegen und sich auszuruhen. Und der Urlaub wird genutzt, um mit den Patienten zum Arzt zu gehen“, berichtet Reith.

In Fulda unterstützen die Malteser pflegende Angehörige von Demenzkranken mit ehrenamtlichen Entlastungsangeboten: Geschulte Demenzbegleiter übernehmen stundenweise die Betreuung der Patienten und stehen dem Pflegenden mit Rat zur Seite. „Das ist der erste Schritt, wie Unternehmen ihren Mitarbeitern helfen können – mit Informationen zu Unterstützungsangeboten“, sagt Reith und ergänzt: „Gerne kommen wir Malteser in Betriebe und beraten die Mitarbeiter, die einen Angehörigen pflegen, individuell oder zum Beispiel bei einer Informationsveranstaltung.“

Interessierte Unternehmen erhalten weitere Informationen bei Inga Reith von den Maltesern, 0661/95310-0 oder per inga.reith@malteser.org. Angehörige, die einen Demenzkranken betreuen und Entlastung suchen, erhalten hier ebenfalls Rat.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE68 3706 0193 4006 4700 20  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7