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Infoabend zur einjährigen Kooperation der Kinderhospiz- und Palliativdienste für Nord- und Osthessen

06.07.2017
Susanne Möller, Dr. Voelker und Susanne Wolf vom KinderPalliativTeam Kleine Riesen Nordhessen,  Wilfried Wanjek und Ute Sander vom Fuldaer Malteser Hospiz-Zentrum. Foto: Malteser
Susanne Möller, Dr. Voelker und Susanne Wolf vom KinderPalliativTeam Kleine Riesen Nordhessen, Wilfried Wanjek und Ute Sander vom Fuldaer Malteser Hospiz-Zentrum. Foto: Malteser

Vor einem Jahr wurde die Kooperation des KinderPalliativTeam Kleine Riesen Nordhessen e.V. mit dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser für die Region Main-Kinzig-Fulda per Vertrag besiegelt. Über neue Versorgungsstrukturen in der ambulanten palliativmedizinischen und hospizlichen Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unserer Region gab es jetzt eine Info-Veranstaltung mit dem Leiter des KinderPailliativTeams der „Kleinen Riesen“, Dr. Thomas Voelker im Malteser-Hospizzentrum. 
Der Kinderonkologe Dr. Thomas Voelker zeichnete dabei die Entwicklung dieses noch recht jungen Angebotes nach und beschrieb die vielfältigen Aspekte der ambulanten palliativen Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen. War es zu Beginn 2010/2011 noch eine Handvoll Engagierter, ist es heute ein multiprofessionelles Team von drei Kinder-Palliativmedizinern, sechs Pflegekräften, einer Sozialarbeiterin, einer Psychologin und einer Teamassistentin (alle in Teilzeit), die sich alle zum Ziel gesetzt haben, Kinder und Jugendliche mit ihren Familien im häuslichen Umfeld palliativmedizinisch gut zu begleiten. 
Hauptziel dabei ist das bestmögliche Maß an Lebensqualität, Selbstbestimmung und Würde für die jungen Patienten. Dabei ist neben Symptom- und Schmerzkontrolle natürlich besonders wichtig, einen ganzheitlichen Blick auf die Situation zu werfen, heißt, die Eltern wie das gesamte Familiensystem nach Möglichkeit mit einzubeziehen, wie Susanne Wolf, Psychologin und Psychoonkologin der „Kleinen Riesen“, veranschaulichte. 
Das Team deckt zudem eine 24 stündige Rufbereitschaft ab und bietet so die Sicherheit, bei auftretenden Problemen und Krisen - wenn nötig auch nachts - als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Durch diese Unterstützung werden die Angehörigen entlastet und zudem (oft unnötige) Krankenhausaufenthalte vermieden, was wiederum für das Team bei einem Versorgungsgebiet von zwei Großstädten und sechs Landkreisen in Osthessen einen nicht unerheblichen Fahraufwand mit sich bringt.
Aber die Kleinen Riesen sind mit ihrer Unterstützung betroffener Familien ja nicht „allein auf weiter Flur“, wie Dr. Voelker betonte. Der Ausbau von weitergehenden Versorgungsstrukturen und die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser in Fulda stellen ein wichtiges Netz für das gemeinsame Ziel einer optimalen Versorgung und Entlastung der Betroffenen dar. Die erfreuliche Zusammenarbeit hat sich mit der Vertragsunterzeichnung verdichtet; regelmäßige Netzwerktreffen auf verschiedenen Ebenen sowie die Planung gemeinsamer Veranstaltungen und Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit sind nur ein kleiner Teil des gemeinsamen Spektrums.
Im Fokus der Kooperation steht der Austausch zu den Familien, die gemeinsam begleitet werden, in Form von Fallbesprechungen, Runder-Tisch-Gesprächen mit anderen Diensten etc., wobei die Malteser mit ihren Angeboten im Bereich der Geschwisterarbeit und der Trauerbegleitung eine wichtige Ergänzung zur palliativmedizinischen Arbeit der Kleinen Riesen darstellen.
Das (Fach-)Publikum zeigte sich durch den anschaulichen und informativen Vortrag von Dr. Voelker ebenso beeindruckt wie angeregt zu weiteren Fragen und fachlicher Diskussion.

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