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Malteser Fulda

Erster Hospizdienst in Deutschland feiert 40-jähriges Bestehen

Gröhe: „Schwerkranke bleiben in der Mitte der Gesellschaft“

19.07.2014
Feierten gemeinsam 40 Jahre ambulanter Hospizdienst der Malteser in Marburg. Bundesminister Hermann Gröhe u.a. mit der Gründerin des Dienstes Irmgard Hess (ganz rechts), Malteser Präsident Constantin von Brandenstein (hinten Mitte), Weihbischof Diez, Förderin Karin Ahrens (vorne 2.v.l.) und vielen weiteren Ehrengästen.
Feierten gemeinsam 40 Jahre ambulanter Hospizdienst der Malteser in Marburg. Bundesminister Hermann Gröhe u.a. mit der Gründerin des Dienstes Irmgard Hess (ganz rechts), Malteser Präsident Constantin von Brandenstein (hinten Mitte), Weihbischof Diez, Förderin Karin Ahrens (vorne 2.v.l.) und vielen weiteren Ehrengästen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat den Gründern der ambulanten Hospizarbeit in Deutschland für ihr Engagement gedankt. Auf einem Festakt aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des ambulanten Hospiz- und Palliativpflegedienstes der Malteser in Marburg sagte der Minister am Mittag, die Hospizarbeit sorge dafür, „dass Schwerkranke in der Mitte der Gesellschaft bleiben“. Das jahrzehntelange Wirken der Hospizbewegung  habe als Druck der Zivilgesellschaft dazu geführt, die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland zu entwickeln. Aufgabe der Politik sei es nun zum Beispiel, auch im ländlichen Raum eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) sicherzustellen. Zugleich sprach Gröhe sich dafür aus, „jede Form organisierter Sterbehilfe unter Strafe zu stellen“. Der Wunsch nach Sterbehilfe rühre zum Teil aus Ängsten, die auch aus mangelnder Information über die Hilfen am Lebensende resultierten.

Der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, forderte die Berliner Regierungskoalition auf, dass der „Katastrophe der Euthanasie enge Grenzen gesetzt werden“. Brandenstein bezeichnete die „Hilfe für kranke und sterbende Menschen als den wertvollsten Dienst, den es als Alternative zur Euthanasie gibt.“

Die Malteser sind führender Anbieter ambulanter Hospizarbeit in Deutschland. Sie unterhalten 128 Dienste der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland. 2.800 ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter engagieren sich bei den Maltesern in diesem Bereich. In Marburg war der ambulante Hospiz- und Palliativpflegedienst 1974  als erster in Deutschland gegründet worden.

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