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Malteser Fulda

Malteser: Familien schwer erkrankter Kinder geraten unter Druck

Sterbehilfe-Diskussion / Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar

10.02.2014
Malteser Kinderhospizdienst Main-Kinzig-Fulda
Malteser Kinderhospizdienst Main-Kinzig-Fulda. Foto: barneyboogles / Fotolia

In der Diskussion um die aktive Sterbehilfe sind die Bedürfnisse von lebensverkürzend erkrankten Kindern ausgeblendet, kritisieren die Malteser. „Mit einem Gesetz, das die aktive Sterbehilfe für Kinder ermöglicht, wie es in Belgien gerade bevorsteht, wird die Tötung als eine menschliche Lösung dargestellt. Anstatt umfassend zu begleiten, was sowohl die Lebensqualität als auch die Möglichkeit des Loslassens berücksichtigt, und damit das Leiden zu lindern und die Familie zu unterstützen, wird so der Druck auf die ganze Familie erhöht. Das ist eine Kapitulation der Gesellschaft. Der Gesetzgeber sollte statt dessen alles tun, damit Kinder und Jugendliche in Würde sterben, ohne ihr Leben künstlich zu verlängern oder zu verkürzen – das Leiden beseitigen und nicht den Leidenden. Es ist wirklich kein Gesetz nötig, das das Leben unwiderruflich abzuschneiden erlaubt“, sagt Thomas Peffermann, Geschäftsführer der Malteser im Bistum Fulda.

Peffermann weiter: „Unsere Gesellschaft muss den Eltern und den erkrankten Kindern umfassend helfen. Kinder- und Jugendhospizdienste tragen dazu jeden Tag ihren Teil bei: Ehrenamtliche geben den Eltern Raum für sich, sind ihnen Gesprächspartner, erschließen Netzwerke der Hilfe und haben Zeit für die Geschwisterkinder.“

Die Malteser im Bistum Fulda sind Träger des Malteser Kinderhospizdienstes Main-Kinzig-Fulda und bieten ebenfalls Trauerbegleitungen für Kinder und Jugendliche an.

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