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Malteser Fulda

„Sprechen Sie mit Jugendlichen über den Tod“

„Deutscher Hospiztag“ am 14. Oktober

13.10.2013

Auch wenn der Tod zum Leben dazugehört, ist er in vielen Familien immer noch ein Tabuthema. „Jugendliche haben viele Fragen zu Tod und Trauer – aber niemanden, dem sie sie stellen können“, sagt Mechthild Buchner von den Maltesern in Fulda. Am „Deutschen Hospiztag“ am 14. Oktober ermuntert Frau Buchner: „Sprechen Sie mit Jugendlichen über den Tod. Nur auf diese Weise können wir Erwachsenen unseren Kindern ihre größte Angst nehmen: dass sie allein sind – beim Sterben und in der Trauer.“

Welche Wünsche haben sterbende Menschen? Wie ist das, wenn jemand stirbt? Was passiert mit den Verstorbenen? Diese und viele weitere Fragen hören die ehrenamtlichen Hospizbegleiter des Malteser Hospizdienstes oft, wenn sie im Rahmen des Projektes „Gib mir `n kleines bisschen Sicherheit“ in Schulen gehen und mit Zehntklässlern über das Ende des Lebens sprechen. „Die meisten 15- und 16-Jährigen haben bereits mit dem Thema zu tun gehabt – sei es, dass Großeltern gestorben, Lehrer verunglückt sind oder ein Mitschüler Selbstmord begangen hat“, berichtet Mechthild Buchner und ergänzt: „Der Tod ist bei den Jugendlichen ein Thema. Er wird nur nicht angesprochen – vor allem im Privaten nicht.“

Die größte Angst der Jugendlichen sei es, allein zu sein – beim Sterben, aber auch beim Trauern. „Wir spüren, wie den Jugendlichen ein Stein vom Herzen fällt, wenn wir sagen, dass niemand allein sein muss. Denn als Hospizhelfer begleiten wir Sterbende bis zu ihrem Tod und stehen Familien und Freunden auch in der Trauer bei“, sagt Buchner. „Indem wir mit den Jugendlichen ganz offen über ihre Fragen zum Thema Sterben sprechen, geben wir ihnen Sicherheit im Leben. Und das kann jeder!“

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